Winterdienstübung
Verfasser: Rolf Schlatter
Leicht bedeckt zeigt sich der Himmel im Morgengrauen. Ein Ritual: moinz, guata Tag macht die Runde.
Werner begrüsst die Teilnehmer befreundeter Sektionen, die JMF und die „alten Hasen“ mit einem kurzen Tagesablauf. Drei Gruppen bilden sich um sich mit dem Thema…? SCHNEEKETTEN zu befassen.
Handschuhe werden empfohlen. Eifrig wird der Kasten geöffnet und die ca. 30 kg schweren Schneeketten herausgeschleppt. Wichtig ist, die Kette mal entknöpfen und sauber auslegen. Die Kette muss auf`s Rad! Die „altbewährte“ Methode: …ufaschränza, d`Spannketti muass ussa si. Sisch zwor a Morcks gäll!
Halt.. für was isch dänn das „Dröhtli“ mit dena 2 Högli?? Lasst euch eine sanfte Methode zeigen, welche immer ein bisschen belächelt wird. Dieses „Dröhtli“ zieht die Kette auf`s Rad, ohne Muskelkraft. Bedingt aber, dass du genügend Platz hast, das Fz vor- oder rückwärts zu bewegen. Du musst die Kette hinter dem Rad genau auslegen, das “Dröhtli“ einhängen und aufmerksam (auf Kommando des Bodenpersonals) vorwärts fahren. Das wird aber schwierig, wenn du allein bist.! Denn dann musst du einige Mal austeigen und die Kette richten. Aber es geht, da sind sich alle einig. Die Kette zieht es durch`s Eigengewicht gleichmässig auf’s Rad. Jetzt kannst du unter den Wagen liegen, den inneren Haken einhängen. Die Spannkette kann jetzt angezogen und gespannt und gesichert werden. „Das probiere ich bei nächster Gelegenheit“ hört man mehrheitlich. Die Schneeketten werden wieder demontiert, in den Sack versorgt und mit vereinten Kräften in den Schrank gehoben. Danach wird das Fz wieder fahrbereit gestellt.
Die zugeteilten Fz werden gefasst und die Besatzungen sind startbereit. Der Znüni in der Autobahn Raststätte Viamala wird genossen und vom MMV SGO/GR offeriert. Rege wird geplaudert und gescherzt.
Der Kantonsstrasse folgend, fahren wir Roffla-Crestawald teils auf einem „sanften Schneeli“ bergwärts. An der Sonne wenden wir unsern Iveco beim Staudamm und talwärts bis Abzweigung Avers. Beim Steinbruch warten wir den Postautokurs ab, um durch`s schmale Tal, welches noch im Schatten liegt, weiterzufahren. Mit offenen Augen und Mund fahren uns Touristen mitten auf der Strasse entgegen. Wenn nötig halten wir an. Die Erschrockenen machen uns Platz und wir winken freundlich dankend für s`Verständnis. Durch’sTunnel gelangen wir zur Abzweigung Val di Lei. Auf der Schattenseite klettern verwegene Eiskletterer im gefrorenen Wasserfall aufwärts. Auch wir fahren bergwärts der Sonne entgegen. Auf der linken Seite sind die steilen Wiesen braun. Rechts gegenüber auf wenig Schnee sieht man Skitourengruppen im Aufstieg. Schöne Walserhäuser säumen die Strasse und trotz gemütlicher Fahrt stiebt die trockene Strasse. In Juf parkieren wir unsre Fz und betreten die gemütliche Gaststube. Freundlich werden wir begrüsst und bedient. Während Speis und Trank wird erzählt und gelacht. Nach dem Dessert und Kafi verabschieden wir uns vom Edelweiss. Die Wirtin macht noch ein Gruppenfoto. Talauswärts geniessen wir nochmal die schöne Gegend.
Richtung Thusis-Tiefenkastel. Über die Bodenwellen, als Folge des Brienzer-Rutschs, galoppiert der Iveco nach Surava. Weiter führt uns die Route nach Bergün. Anhalten, austreten und wenden. Wir fahren dem imposanten Bergünerstein entlang zurück vorbei an Bella Luna - Filisur- Thusis – Islabellatunnel ohne Stau nach Chur.
Die Fz werden gewaschen, Kabine und Scheiben geputzt. Wenn alle Wagen in der Reihe stehen und die Papiere erledigt sind, folgt die Schlussbesprechung. Danke allen, TK, Funktionäre, AMP, Inf. Schule, welche mitgeholfen haben eine interessante Winterübung zu organisieren. Die Zufriedenheit aller Beteiligten wird mit Applaus bestätigt.
Tschau zämma bis zu nöchschta Mol..
Rolf vo Khur